Die ehemalige Synagoge Ichenhausen - Geschichte der Juden

- Die Synagoge Ichenhausen strahlt - nach umfangreicher Sanierung - wieder in neuem Glanz.
Die ehemalige Synagoge in Ichenhausen, 1781 im klassizistischem Stil errichtet, erhielt ihr jetziges Aussehen durch eine umfangreiche Sanierung und Restaurierung von 1985-1987. Am 4. Dezember 1987 wurde sie als Haus der Begegnung feierlich eröffnet. Ichenhausen beherbergte bis zum Holocaust die größte jüdische Landgemeinde in Bayern. Der Ichenhausener Rabbiner übte von 1813 bis 1938 auch die Funktion eines Bezirksrabbiners aus.
Sie finden bei uns die Dauerausstellung "Juden auf dem Lande - Beispiel Ichenhausen" und den jüdischen Friedhof, etwas außerhalb der Stadt gelegen, mit etwa 800 noch erhaltenen Grabsteinen und einer Tahara (Reinigungshalle).
Die Dauerausstellung, die 1991 in Verbindung mit dem Haus der Bayerischen Geschichte in der ehemaligen Synagoge eröffnet wurde, gibt einen Überblick über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Ichenhausen (hauptsächlich anhand von Fotos). Die Ausstellung wird ständig erweitert und ergänzt.
Die Ziele des Hauses der Begegnung sind: Die Förderung der Toleranz innerhalb der Religionen, das Näherbringen der Geschichte, Religion und Tradition jüdischer Kultur durch Ausstellungen, eine Tonbildschau, Vorträge, Konzerte, Lesungen, Führungen usw.
Adresse (keine Postanschrift):
Synagoge Ichenhausen - Haus der Begegnung
Vordere Ostergasse 22, 89335 Ichenhausen
Auskunft und Anmeldung:
Stadt Ichenhausen, Heinrich-Sinz-Straße 14, 89335 Ichenhausen, Telefon 08223-4005 52, Telefax 08223-4005 43,
E-Mail: mueller[at]vg-ichenhausen[dot]de
Öffnungszeiten:
In der Regel am 4. Sonntag im Monat von 13:30 - 17:00 Uhr.
Besichtigungen des jüdischen Friedhofs, der Synagoge und der Dauerausstellung sowie Führungen nach telefonischer Voranmeldung möglich.
Ton-Bild-Schau:
Mit der sog. Ton-Bild-Schau verfügt die Stiftung ehemalige Synagoge Ichenhausen über ein Medium, das den Besuchern und insbesondere Schulklassen auf lebendige Weise die Geschichte der Juden in Ichenhausen vor Augen führt. Der Betrachter des Tonbilds erfährt etwas über die Entstehungsgeschichte der jüdischen Gemeinde von Ichenhausen, über das friedliche Zusammenleben von Juden und Christen, über das Synagogengebäude und die Bedeutung der religiösen Bräuche und Gegenstände, aber auch über die schrecklichen Ereignisse des Dritten Reiches sowie die Nutzung der ehemaligen Synagoge als Feuerwehrhaus und schließlich "Haus der Begegnung".
Weitere Informationen zur Ton-Bild-Schau ( Informationsblatt für Lehrkräfte, Arbeitsblatt für Schüler, Text der Ton-Bild-Schau ) erhalten Sie unter http://keg-schwaben.de. Besonders zu empfehlen ist die Besichtigung der im Keller der ehemaligen Synagoge entdeckten und mittlerweile freigelegten und restaurierten Mikwe. Über eine sehr steile Treppe gelangt man in den sechs Meter unter der Erdoberfläche gelegenen, mit einem Tonnengewölbe gedeckten Raum, in dem sich das rituelle Tauchbad der Juden befindet. Der Begriff "Mikwe" selbst bedeutet zunächst einfach nur "Wasseransammlung". Da das Ritualbad ein außerordentlich wichtiger Bestandteil der religiösen Reinigungsgesetze der mosaischen Religion ist, gab es dementsprechend in jeder jüdischen Gemeinde mindestens eine Mikwe. In der Hauptsache diente die Mikwe der rituellen Reinigung der Frauen, weshalb sie häufig - etwas verfälschend - nur Frauenbad genannt wurde. Da in den Zeiten der rituellen Unreinheit Sexualverkehr für Frauen strengstens untersagt ist, ist der ganze Bereich des Sexuallebens und darüber hinaus die intimste Privatsphäre stark durch die Reinigungsriten beeinflusst. Um zu viel Öffentlichkeit für die Badenden zu vermeiden und damit die Intimsphäre der Frauen soweit wie möglich zu wahren, sollte der Mikwenbesuch bei Eintritt der Nacht erfolgen. Man hat daher den Baderaum, wenn es baulich möglich war, mit mindestens einem Fenster ausgestattet, da dies das Erkennen der Dämmerung erleichterte. Die "Ichenhauser Mikwe" stellt in ihrer gegenwärtigen Form ein gut erlebbares Beispiel eines jüdischen Ritualbades dar, das in Schwaben bis heute kein entsprechendes Äquivalent hat. Aber nicht nur für Schwaben ist die Ichenhausener Mikwe eine Besonderheit, sondern weit darüber hinaus.
Hinweis:
Eine Übersicht über das Programm in der ehemaligen Synagoge finden Sie im Veranstaltungskalender.
Sie finden bei uns die Dauerausstellung "Juden auf dem Lande - Beispiel Ichenhausen" und den jüdischen Friedhof, etwas außerhalb der Stadt gelegen, mit etwa 800 noch erhaltenen Grabsteinen und einer Tahara (Reinigungshalle).
Die Dauerausstellung, die 1991 in Verbindung mit dem Haus der Bayerischen Geschichte in der ehemaligen Synagoge eröffnet wurde, gibt einen Überblick über die Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Ichenhausen (hauptsächlich anhand von Fotos). Die Ausstellung wird ständig erweitert und ergänzt.
Die Ziele des Hauses der Begegnung sind: Die Förderung der Toleranz innerhalb der Religionen, das Näherbringen der Geschichte, Religion und Tradition jüdischer Kultur durch Ausstellungen, eine Tonbildschau, Vorträge, Konzerte, Lesungen, Führungen usw.
Adresse (keine Postanschrift):
Synagoge Ichenhausen - Haus der Begegnung
Vordere Ostergasse 22, 89335 Ichenhausen
Auskunft und Anmeldung:
Stadt Ichenhausen, Heinrich-Sinz-Straße 14, 89335 Ichenhausen, Telefon 08223-4005 52, Telefax 08223-4005 43,
E-Mail: mueller[at]vg-ichenhausen[dot]de
Öffnungszeiten:
In der Regel am 4. Sonntag im Monat von 13:30 - 17:00 Uhr.
Besichtigungen des jüdischen Friedhofs, der Synagoge und der Dauerausstellung sowie Führungen nach telefonischer Voranmeldung möglich.
Ton-Bild-Schau:
Mit der sog. Ton-Bild-Schau verfügt die Stiftung ehemalige Synagoge Ichenhausen über ein Medium, das den Besuchern und insbesondere Schulklassen auf lebendige Weise die Geschichte der Juden in Ichenhausen vor Augen führt. Der Betrachter des Tonbilds erfährt etwas über die Entstehungsgeschichte der jüdischen Gemeinde von Ichenhausen, über das friedliche Zusammenleben von Juden und Christen, über das Synagogengebäude und die Bedeutung der religiösen Bräuche und Gegenstände, aber auch über die schrecklichen Ereignisse des Dritten Reiches sowie die Nutzung der ehemaligen Synagoge als Feuerwehrhaus und schließlich "Haus der Begegnung".
Weitere Informationen zur Ton-Bild-Schau ( Informationsblatt für Lehrkräfte, Arbeitsblatt für Schüler, Text der Ton-Bild-Schau ) erhalten Sie unter http://keg-schwaben.de. Besonders zu empfehlen ist die Besichtigung der im Keller der ehemaligen Synagoge entdeckten und mittlerweile freigelegten und restaurierten Mikwe. Über eine sehr steile Treppe gelangt man in den sechs Meter unter der Erdoberfläche gelegenen, mit einem Tonnengewölbe gedeckten Raum, in dem sich das rituelle Tauchbad der Juden befindet. Der Begriff "Mikwe" selbst bedeutet zunächst einfach nur "Wasseransammlung". Da das Ritualbad ein außerordentlich wichtiger Bestandteil der religiösen Reinigungsgesetze der mosaischen Religion ist, gab es dementsprechend in jeder jüdischen Gemeinde mindestens eine Mikwe. In der Hauptsache diente die Mikwe der rituellen Reinigung der Frauen, weshalb sie häufig - etwas verfälschend - nur Frauenbad genannt wurde. Da in den Zeiten der rituellen Unreinheit Sexualverkehr für Frauen strengstens untersagt ist, ist der ganze Bereich des Sexuallebens und darüber hinaus die intimste Privatsphäre stark durch die Reinigungsriten beeinflusst. Um zu viel Öffentlichkeit für die Badenden zu vermeiden und damit die Intimsphäre der Frauen soweit wie möglich zu wahren, sollte der Mikwenbesuch bei Eintritt der Nacht erfolgen. Man hat daher den Baderaum, wenn es baulich möglich war, mit mindestens einem Fenster ausgestattet, da dies das Erkennen der Dämmerung erleichterte. Die "Ichenhauser Mikwe" stellt in ihrer gegenwärtigen Form ein gut erlebbares Beispiel eines jüdischen Ritualbades dar, das in Schwaben bis heute kein entsprechendes Äquivalent hat. Aber nicht nur für Schwaben ist die Ichenhausener Mikwe eine Besonderheit, sondern weit darüber hinaus.
Hinweis:
Eine Übersicht über das Programm in der ehemaligen Synagoge finden Sie im Veranstaltungskalender.




